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  Alnus glutinosa (Schwarzerle, Roterle)
Schwarzerle (Übersicht)
Blattaustrieb 1
Blattaustrieb 2
Junge Blätter
Blüte 1
Blüte 2
Rinde
Zapfen
Alnus glutinosa - Schwarzerle, Roterle - Blattaustrieb I Alnus glutinosa - Schwarzerle, Roterle Blattaustrieb II Alnus glutinosa - Schwarzerle, Roterle - Junge Blätter Alnus glutinosa - Schwarzerle, Roterle Blüten I Alnus glutinosa - Schwarzerle, Roterle - Blüten II Alnus glutinosa - Schwarzerle, Roterle - Rinde Alnus glutinosa - Schwarzerle, Roterle - Zapfen

Dt. Name

Roterle, Schwarzerle, Eichenblättrige Schwarzerle, Kaisererle

Englischer Name

European alder, Common black alder

Allgemein

Je nach Standort Baum oder großer Strauch mit kegelförmiger Krone, durchgehendem Stamm und  waagerechten Ästen. Höhe: 4-25 m, Breite 4-8m. Die Schwarzerle ist ein Pioniergehölz erster Klasse (Stickstoffsammler durch Symbiose mit Strahlenpilzen), ist  mäßig schnellwüchsig und erreicht ein Alter von bis zu 150 Jahren. Sie wird für Boden- und Uferbefestigungen, als Schutzpflanzung und Windschutzhecke genutzt. Man findet sie häufig an Flüssen, Bächen und in Bruchwäldern (der Name Alnus leitet sich wahrscheinlich vom keltischen al lan - am Wasser entlang - ab).

Vorkommen

Wahrscheinlich ursprünglich aus Zentraleuropa stammend. Heute von Europa bis Vorderasien, Kleinasien, Balkan, Mittelmeergebiete, Kaukasus und der Türkei verbreitet. Lebensraum: Mischwald, Auwald.

Blätter

Sommergrün. Rundlich oder verkehrt eiförmige, dunkelgrüne, etwas glänzende Blätter. Blattspitze mit Einkerbung. 4-10 cm lang und 3-7 cm breit. Jederseits mit 6-8 Seitenadern. Der Blattrand ist doppelt gesägt.

Blüten

Einhäusig. Männliche Blüten rötlich-braun. bis braunviolett in langen (bis 10 cm) auffälligen Kätzchen. Die  weiblichen Kätzchen sind rot und  unscheinbar. Blütezeit Februar bis März.

Früchte

Die Fruchtstände sind dekorativ, zapfenähnlich und  verholzend. Sie sitzen auf 1-3,5cm langen Stielen. Bleiben häufig den ganzen Winter am Baum. Die Samen werden oft schwimmend verbreitet.

Stamm

Durchgehender Stamm, oft mehrstämmig.

Rinde

Die Borke ist dunkelgrau und längsrissig.

Wurzel

Intensiver Flach- bis Herzwurzler, keine Ausläufer. Stickstoffsammler (knöllchenartige Verdickungen an den Wurzel - Strahlenpilze, die Luftstickstoff binden können).

Wasser

In der Jugend trockenheitsempfindlich.

Licht

Für vollsonnige Standorte bis zu lichtem Schatten geeignet. Sie ist selber ein guter Schattenspender, verhindert aber unter sich den Krautwuchs.

Temperatur

Für kalte bis mäßig warme Standorte geeignet. Sie ist  sehr frosthart.

Boden

Bevorzugt frische bis naße Böden und ist gegenüber  Staunässe  resistent. Alnus glutinosa ist  Kalkmeidend und verträgt Überschwemmungen und Einschüttungen.Die Bodenstruktur sollte normal bis  fest sein, die Bodengründigkeit  flachgründig bis sehr tiefgründig. Sie toleriert geringe Bodenqualitäten.  pH-Werte von 5,5-7,0 werden vertragen. Mäßig salztolerant.

Schädlinge

Echter Mehltau (Microsphaera alni), Kräuselkrankheit (Taphrina spec.).

Vermehrung

Durch Okkulation im Spätsommer oder Stecklinge im frühen Winter.

Sorten

  • Aurea: Schwachwüchsig mit kleineren, gelblichen Blättern.
  • Imperalis: Kaisererle. Tief fiederspaltige Blätter. Eine der kalkverträglichsten Erlen. Eleganter und zierlicher Solitärbaum für Uferbepflanzungen.
  • Incisa: Blätter tief eingeschnitten, sehr klein und rundlich gelappt. Erinnert an den Rotdorn.
  • Lacinata: Blätter sind regelmäßig und tief gelappt. Blattlappen zugespitzt.
  • Quercifolia: Blätter eichenähnlich, unregelmäßig gelappt.

 

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