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  Sequoiadendron giganteum - Riesenmammutbaum
Sequoiadendron gig.
   - Habitus
   - Zweig
Sequoiadendron giganteum Riesenmammutbaum Habitus Sequoiadendron giganteum Riesenmammutbaum Zweig

Licht

Sonne bis lichter Schatten, ist wärmeliebend.

Temperatur

Verbreitet in einer Klimazone mit 1-3 m Schnee für eine Zeitspanne von 3-6 Monaten. Er ist kälteverträglich, aber in den ersten Jahrzehnten sehr frostempfindlich sowie wenig tolerant gegen größere Temperaturschwankungen während der Winterszeit. Nach schweren Frösten wird die Benadelung braun, der Baum regeneriert sich aber meist.

Boden

Boden sollte frisch bis feucht, von der Struktur fest bis locker sowie tief- bis sehr tiefgründig sein. Er toleriert mittlere Bodenqualitäten und pH-Werte zwischen 5,0 und 8,0. Reagiert empfindlich auf Bodenverdichtung.

Vermehrung

In Ihrer Heimat spielt Feuer eine existentielle Rolle für die Verbreitung ihrer Art. Durch ihre dicke Rinde und den hohen Wassergehalt können Waldbrände den Sequoien recht wenig anhaben. Außerdem sind die untersten Äste sehr hoch gelegen, so daß ein "Feuerleiter-Effekt" kaum vorkommen kann.

Durch das Feuer wird der Waldboden zwischen den Bäumen von herabgefallendem Laub, Nadeln, etc. gereinigt und das Licht- und Nährstoffschluckende niedrige Unterholz wird vernichtet. Fällt ein Sequoiasamen auf einen von Nadeln bedeckten Boden, kann er nach der Keimung mit seinen Wurzeln den Boden nicht erreichen und stirbt ab. Eine weitere Rolle übernimmt das Feuer auch bei der Öffnung der Samenzellen in den Sequoiazapfen, denn diese öffnen sich unter Hitzeeinwirkung besonders gut.

Die Vermehrung ist durch Samen möglich. Saatgut von Sequoia giganteum, das aus dem Zapfen herausgenommen wurde und nicht richtig gelagert wird, ist nur kurze Zeit keimfähig. In der Fachliteratur wird eine Saatgutbeizung und regelmässige Behandlung mit wechselnden Fungiziden empfohlen. Aber auch ohne Fungizide ist eine Sämlingsausbeute von über 50 % möglich.

Zur Anzucht von Mammutbaumsamen scheinen sich folgende Methoden zu eignen:

  • A) Samen im Wasserglas 2-3 Wochen (bei täglich 2 mal Wasserwechsel) keimen zu lassen. Solange die Keimwurzel nicht sichtbar ist, scheint der Samen gegen Schimmel unempfindlich. Nach ca. 3 Wochen sollten die ersten Wurzeln sichbar sein. Dann wird in frische Aussaaterde(+ 1/3 Sand) ausgesät (Keimungsrate 50%).
  • B) Den Samen in frische Anzuchterde einbringen. Für den Topf am besten einen Untertopf verwenden, damit das überschüssige Wasser abfliessen kann. Die Erde sollte immer feucht sein, Wasser sollte im Untertopf nicht stehen bleiben. Nach 3-4 Wochen müssten sich die ersten Keimlinge zeigen (Keimungsrate =15%). Sequoiadendron giganteum bildet in Töpfen Ringwurzel aus, die sich später gegenseitig abschnüren können. Besser ist die Aufzucht in eine Schale.

Schädlinge

Der Mammutbaum wird kaum von Schädlingen befallen.

Sorten

  • Compactum: Kleinere Form
  • Glaucum: Blaugrau, kegelförmiger Wuchs
  • Pendulum: Hängeform
  • Pygmaeum: Zwergform.

Nutzung

Früher Holzgewinnung. Das Holz von Sequoiadendron giganteum ist leicht vom Gewicht, weich und leicht spaltbar. Es ist harz-und pechfrei, aber es ist gut polierfähig. Der Kern ist rosenrot bis ziegelrot, und der Splint ist weißlich bis stumpf gelbfarbig. Trotz der auffälligen Leichtigkeit zeigt das Holz ein festes Gefüge. Das Holz ist widerstandsfähig gegen Insekten und Pilze und ist feuerfest.

Alle verbliebenen Mammutbäume (ca. 60% des alten Bestandes) sind heute geschützt. 1929 wurde an kalifornischen Mammutbäumen erstmals von A. E. Douglass die Jahresringdatierung, die z. Z. für einen Zeitraum bis 5000 v. Chr. die genaueste Methode zur Datierung archäologischer und kunstgeschichtlicher Objekte ist, angewandt.

Medizin

Es kann zur Allergie gegen die Pollen kommen.

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