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| Home - Pflege - Massnahmen - Düngung und Nährstoffe - Geschichtliches zur Düngung |
| Bonsaipflege - Düngung: Geschichtliches zur Düngung | |
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Auf die Bedeutung von Salzen für die pflanzliche Ernährung hat bereits Justus von Liebig hingewiesen. Offen blieb dabei die Frage nach der Art der Salze. Das Problem wurde gelöst, als der Würzburger Pflanzenphysiologe von Sachs (1832-1897) das Verfahren der Hydrokultur wiederentdeckt hatte. Es erlaubte, genau definierte Nährlösungen zusammenzustellen und die Wirkung eines jeden Kat- und Anions auf das Wachstum der Pflanze zu studieren. Schon die frühen Versuche von Woodward (1665-1728) zeigten, daß Pflanzen in Flußwasser besser als in Regenwasser gediehen und daß das Wachstum gefördert wurde, nachdem das Wasser gelöste Substanzen aus dem Boden aufgenommen hatte. Die erste brauchbare Nährlösung stellte von Sachs in Zusammenarbeit mit dem Chemiker Stöckhardt her. Sie enthielt auf 1l Wasser: 1 g Kaliumnitrat, 0,5 g Calciumsulfat, 0,4 g Magnesiumsulfat, 0,5 g Calciumhydrogenphosphat und eine Spur Eisen-(III)-chlorid. Die Bedeutung des Eisens erkannte ebensfalls von Sachs 1882 durch Experimente mit eisenfreien Nährlösungen. Versuchspflanzen bildeten nach Eisenentzug nur noch weiße Blätter ohne Chlorophyll aus (Chlorose). Diese Erfahrungen bewiesen, daß zur Ausbildung des Chlorophylls Eisen nötig ist. Etwa 1861 entwickelte Knop die nach ihm benannte Nährlösung. Sie enthält auf 1l Wasser: 1 g Calciumnitrat, 0,25 g Magnesiumsulfat, 0,25 g Kaliumdihydrogenphosphat, 0,25 g Kaliumnitrat und eine Spur Eisensulfat. Als im 20. Jahrhundert die Ansprüche an die Reinheit der Chemikalien stiegen, zeigte es sich, daß die Pflanzen außer den genannten Elementen für ihr Wachstum noch eine Reihe sogenannter Spurenelemente benötigen. Hoagland (1884-1949) stellte eine von ihm als A-Z bezeichnete Lösung von Spurenelementen her, von der 1ml zu einer der Standardnährlösungen (z.B. der Knopschen Nährlösung) zuzugeben ist: in 18 l Wasser gelöst: 0,5 g Lithiumchlorid, 1 g Kupfersulfat, 1 g Zinksulfat, 11 g Borsäure, 1g Aluminiumsulfat, 0,5 g Zinnchlorid, 7 g Magnesiumchlorid, 1 g Nickelsulfat, 1 g Kobaltnitrat, 0,5 g Kaliumjodid, 1 g Titanoxyd, 0,5 g Kaliumbromid. |
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