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| Home - Pflege - Baumarten - Acacia spec. (Akazien) |
| Pflege: Acacia spec. (Akazien) | ||
Allgemein Akazien sind attraktive Outdoor Bonsai mit einer eigenen Art der Gestaltung. Es gibt unzählige Arten (mindestens 1100), wobei sich nicht alle als Bonsai eignen. Die Afrikanischen Akazien haben Dornen, die in Form (hakenförmig, gerade) und Länge (als Bonsai) bis zu 50mm variieren. In dieser Hinsicht sind sie von den Albizien (auch Bonsaigeeignet) zu unterscheiden, die keine Dornen haben aber sonst im Wachstum und Aussehen den Akazien ähneln. Die Rinde, Wurzeln und Blätter einiger Arten werden erfolgreich in der afrikanischen Medizin eingesetzt. Gestaltung Bei der Gestaltung sollte man darauf achten, dass Akazien in ihrer natürlichen Form (Schirmform) sehr interessante Bonsai abgeben (d.h. kurzer frei aufrechter Stamm übergehend in die Äste, die sich zur einer Krone entwickeln). Empfehlenswert ist eine Höhe von 30-70cm. Den Wurzel über Felsen Stil habe ich aber auch schon des öfteren gesehen. Wenig empfehlenswert ist die Kaskadenform, da sie die Äste sehr schwächt. Drahten Die Äste lassen sich durch ihre Flexibilität gut drahten. Allerdings sollte man wissen, dass sich die feine Verzweigung trotzdem in Grenzen hält, die jedoch durch die leicht abbrechenden, stark gefiederten Blätter kompensiert wird. Der Draht sollte ständig im Auge behalten werden, da er sehr schnell einwachsen kann. Schnitt Akazien weisen ein rasantes Wachstum auf und sollten immer in Form gehalten werden. Häufiger Schnitt ist empfehlenswert damit man eine möglichst gute Verzweigung erreicht. Ein stärkerer Rückschnitt sollte im späten Winter vorgenommen und die Wunden auf jeden Fall versiegelt werden. Die Wunden heilen relativ schnell, wenn der Baum zu weiterem Wachstum unterstützt wird. Die Wurzeln bilden normalerweise eine starke Pfahlwurzel , welche nicht allzu Bonsai tauglich ist, aber leichtes kürzen über 2-4 Wachstumsperioden resultiert in einem bonsaitauglichen Flachwurzelsystem. Standort Vom Frühjahr bis Herbst im Freien mit viel Sonne. Im Winter geschützt vor allzu schwerem Frost unterbringen. Akazien mögen saures und gut wasserdurchlässiges Substrat. Giessen Im Sommer sollte man regelmäßig mit kalkarmen Wasser gießen. Der Wurzelballen sollte auch im Winter nie ganz austrocknen! Umtopfen Jüngere Bäume in 1-2 Jahres Intervallen, ältere Bäume alle drei bis vier Jahre in ein Sand-Lehm-Torf-Gemisch im Verhältnis 2:1:1. Das Substrat sollte auf jeden Fall sandiger als gewöhnliche Substrate sein, nur so kann die schädliche Staunässe und das abbrechen der feinen Wurzeln beim umtopfen vermieden werden. Ich empfehle immer Lavagranulat als Drainage zu verwenden. Es ist nicht nur sehr gut durchlässig, sondern fördert durch seine scharfen Kanten auch die Bildung von sehr feinen Wurzeln. Beim Wurzelschnitt die Stickstoffknoten, soweit es möglich ist, nicht entfernen, da dies natürlich negative Auswirkung auf das Wachstum hätte. Düngen: Wie andere Bonsai auch, d.h. z.B. während der Wachstumsperiode regelmäßig mit einem üblichen organischen Dünger. Vermehrung Die meisten Samen keimen sehr leicht und die Sämlinge wachsen recht schnell. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man, wenn man teilweise die harte Schalenhülle vorsichtig einschneidet oder die Samen in heißem Wasser bei ca. 60°Grad einweicht (bis sie aufgequollen sind) bessere Erfolge erzielen kann. Danach gibt es eigentlich wenige Probleme. Den ersten Schnitt sollte man durchführen, sobald die Sämlinge ca. 30cm groß sind. Damit erreicht man so schnell wie möglich eine gute Verzweigung, denn junge Akazien haben ein sehr starkes und schnelles Höhenwachstum. Wartet man damit zu lang, kann es passieren, dass man einen langen, unattraktiven Stengel bekommt... Vermehrung durch Stecklinge bei Akazien ist äußerst schwer, und sollte lieber durch die einfachere Aussaat der Samen erreicht werden. |
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| © by Yamadori-Bonsai.de (Alle Rechte vorbehalten) - Letzte Änderung: 05.03.2004 20:00 |