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| Home - Pflege - Baumarten - Myrtus communis ( Myrte, Brautmyrte) |
| Pflege:Myrtus communis ( Myrte, Brautmyrte) | |
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Gestaltung: Als Bonsai wird sie selten zu sehen und sie wird kaum im Fachhandel angeboten. Dies ist etwas unverständlich, da sie durch ihre kleinen Blätter und schönen Blüten eine attraktive Pflanze für die Gestaltung als Bonsai ist. Außerdem ist sie mittel- bis starkwüchsig und läßt sich fast nur durch Schneiden gestalten. Stilformen: Die Myrte ist für die klassischen Formen wie Chokkan (streng aufrecht), Moyogi (frei aufrecht), Hokidachi (Besenform), Yose-ue (Waldform) oder Kabudachi (Mehrfachstamm) gut und als Kaskade (Kengai) wenig geeignet. Ein guter Zeitpunkt für den Beginn der Ausformung der zukünftigen Stiles ist das 3. Jahr. Später werden die Zweige immer härter und spröder, was eine Gestaltung etwas erschwert. Einfach läßt sich die Besenform gestalten. Die Myrte eignet sich hirfür durch ihren natürlichen Wuchs. Außerdem kann hierbei oft auf das Drahten verzichtet werden. Drahten: Gedrahtet werden kann während der Wachstumsperiode bis zum September-Oktober. Dabei ist zu beachten, das ältere Zweige (>3 Jahre) sehr spröde sind und somit schnell brechen. Ältere Äste kann man durch vorsichtiges Abspannen in Form bekommen. Blattschnitt: Ein Blattschnitt ist nicht erforderlich, da die Blätter bereits sehr klein sind und durch andere Schnittmaßnahmen meist noch kleiner werden. Giessen: Reichlich gießen und an warmen Tagen evt. besprühen. Die Pflanzen müssen ständig feucht gehalten werden. Staunässe ist dabei zu vermeiden. Sonst steigt die Anfälligkeit gegenüber Schädlingen (z.B. Schildläusen). Im Winter ist die Wässerung deutlich zu reduzieren, wobei der Ballen aber nicht austrocknen darf. Licht: Myrtenbonsai brauchen einen hellen bis sonnigen Standort (im Sommer auch draußen möglich). Im Zimmer kann die Helligkeit ein begrenzender Faktor sein. Evt. muß zusätzlich beleuchtet werden. Temperatur: Myrten lieben die Wärme. Bei Stand im Freien und leichten Kälteeinbrüchen kann es zu Wachstumsstockungen kommen. Überwintert werden sie am besten bei 5-10°C an einem hellen Standort. Eine Überwinterung bei höheren Temperaturen ist möglich, wenn eine Nachtabsenkung auf ca. 10°C gewährleistet ist. Je wärmer die Überwinterung, desto mehr ist zu gießen und der Standort muß heller sein. Umtopfen: Umgetopft wird im Frühjahr bei Jungpflanzen jährlich, ältere Bonsai alle 3-4 Jahre. Als Substrat eignet sich ein Gemisch aus Komposterde/Lauberde/Torf/Sand im Verhältnis 2:2:1:1 oder Kompost und Sand im Verhältnis 3:1. Nach dem Umtopfen sind Myrten wärmer zu stellen und reichlicher zu gießen. Beim Eintopfen muß darauf geachtet werden, daß der Stammansatz frei bleibt. Düngen: Vom Neuaustrieb bis zur Blüte wird alle 2 Wochen mit Flüssigdünger gedüngt.In der Blütezeit wird deutlich reduziert oder pausiert bis Anfang September. Organischer Langzeitdünger kann alternativ gegeben werden. Schneiden: Der Formschnitt erfolgt besten Ende März. Stecklinge werden in den ersten 2 Jahren nicht geschnitten. Danach wird die Spitze auf die spätere Stammhöhe gestutzt. Nach dem Neuaustrieb wird der abgestorbene Teil über dem Austrieb entfernt (wird leicht von Schaderregern befallen). Der Triebschnitt kann den gesamten Sommer über erfolgen (und bei warmer Überwinterung im reduzierten Maße auch in der kalten Jahreszeit). Dabei wird ein Trieb mit 5-7 Blattpaaren auf ca. 1-3 Paare gekürzt. Triebe, die stärker werden sollen, werden eine zeitlang nicht geschnitten. Sollen ältere Bonsai blühen, darf nicht vor der Blüte geschnitten werden. Myrten entwickeln bei regelmäßigen Schnitt eine dichte Verzweigung. Manchmal sterben im Kroneninneren dadurch Zweige ab. Aus diesem Grunde ist ein Auslichten der Krone (gezielter Rückschnitt einzelner Zweige bis ins alte Holz) ab und zu notwendig. |
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| © by Yamadori-Bonsai.de (Alle Rechte vorbehalten) - Letzte Änderung: 05.03.2004 20:00 |