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Japan-Geschichte: Die Macht in den Händen des Stärksten - die Samurai

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Yixing: Die Töpferstadt
Autor: Klaus Hirn

Der Weg des Kriegers

Beeindruckend sind sie heute noch: die furchterregenden Rüstungen der Samurai. Aus glänzendem Leder mit lackierten Stahlstreifen, eisenverstärkten Schienen und Kettenpanzer, einen schweren Eisenhelm auf dem Kopf, daran befestigt der Eisenkragen und eine Helmzier, einem Geweih ähnlich, aus Kupfer. Die Gesichtsmaske bedeckte Stirn und Wangen oder sogar die Wangen, Kinn und Nase. Darauf wurden Bärte aus Eberhaar befestigt - grimmiger kann man wohl nicht mehr aussehen.

Mit dem Bogen, dem Kurzschwert und einem oder auch zwei Schwertern kämpften sie für ihren Lehnsherrn, den Daimyo. Ihm waren sie zu absoluter Loyalität verpflichtet. Getreu ihrem Namen Samurai - "die Dienenden", waren sie immer bereit, für ihren Herrn im Kampf zu sterben - oder sich selber umzubringen, um nicht in Gefangenschaft zu geraten oder um die eigene Ehre nach unwürdigem Handeln wieder herzustellen.

Diese rituelle Selbstentleibung, Seppuku (oder Harakiri), genannt, war die Spitze des ihnen eigenen Ehrenkodex, der in späteren Zeiten Bushido, "Weg des Kriegers" genannt wurde. Der Kodex forderte in drei Schlagwörtern zusammengefaßt: absolute körperliche Disziplin, absolute Pflichterfüllung, absoluten Mut.

Hundert Jahre Kampf

Der erste Mongoleneinfall 1281 brachte in der Samuraikaste einiges in Bewegung. War eine Schlacht bisher eine Abfolgen von Zweikämpfen zwischen Gleichrangigen, wurden die Krieger nun mit Formationskampf, Distanzwaffen wie Brandkugeln von Katapulten und "Massenvernichtungswaffen", wie dem Giftpfeilregen konfrontiert.

Die Schlachten wurden mehr als bisher ein Mittel der "Politik mit andern Mitteln". Und dieses Mittel wurde von den Daimyo mehr und mehr eingesetzt, gipfelnd im Sengoku Jidai, dem "Zeitalter der Kämpfenden Provinzen".

Infolge eines Erbfolgestreites zersplitterte Japan nach 1467 in viele unabhängige Herrschaftsbereiche. Mehrere der Daimyo träumten davon, Japan wieder zu einen und machen doch nur ihre eigenen Gesetze und schickten ihr Samuraigefolge in den Kampf. Der oben beschriebene Oda Nobunaga liefert das Motto dazu, er schrieb es auf sein Siegel: "tenka-fubu", "beherrsche das Reich durch Gewalt.

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