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| Home - Japan und China - Geschichte (Übersicht) - Shogun (Der Feldherr) |
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Japan-Geschichte: Erklimme den Gipfel - werde Shogun |
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Ein Krieger steigt auf zu landesweiter Macht Zu der Zeit, als in Europa das Mittelalter tobte, wurde auch in Japan die Geschichte von Kriegern geschrieben. Was in unseren Breiten der Ritter war, war in Japan der Bushi - ein Angehöriger des Kriegeradels oder zumindest ein Gefolgsmann eines Adeligen. Schon einige hundert Jahre war es nicht mehr der Tenno allein, der regierte: einflussreiche Familien, gestützt auf ihren umfangreichen Landbesitz, gewannen immer mehr macht am Kaiserhof in Heian (dem heutigen Kyoto, dorthin war der Hof 794 umgezogen). Schließlich stellte sich eine Familie mit einem neuen Herrschaftssystem neben das Kaiserhaus: der "Shogun" war geboren. Shogun, so nannten sich schon seit längerem die Militärbefehlshaber, aber erst Minamoto no Yoritomo (1147-1199), das Oberhaupt der Minamoto-Familie, wuchs darüber hinaus und gründete die Regierungsform des Bakufu. Schon dieser Name Bakufu, Zeltregierung, ist sprechend: jetzt regiert das Zelt, das Feldquartier des Shoguns. Der Kaiser besaß keinerlei Macht mehr, auch wenn die Shogune sich immer bemühten, es so erscheinen zu lassen, als handelten sie im Auftrag des Sohnes der Sonne. Daimyo sein und dann Shogun Eine Voraussetzung, um den hohen Titel des Shoguns zu erringen, war, ein Daimyo zu sein, ein Provinzbaron, der als Feudalherr über eine kleinere oder größere Provinz herrscht. Der Blick der Daimyos ging meistens über ihre eigene Provinz hinaus. Ihre Macht war abhängig vom Land, das sie besaßen. Also versuchten sie einerseits, sich gegenseitig Ländereien streitig zu machen und andererseits sich in Bündnissen zusammenzuschließen, um ihren Machtbereich auszudehnen. Für den Streit bedienten sie sich des Kriegshandwerks: sie rüsteten Armeen aus und erdachten immer neue Taktiken und versuchten, sich neuer Techniken zu bedienen. So nützte zum Beispiel dem Daimyo Oda Nobunaga das Wissen zweier portugiesischer Abenteurer, die 1543 mit einer chinesischen Dschunke landeten. Nachbauten ihrer Luntenschlossmusketen kaufte er, um damit sein Heer auszurüsten. Seine Kriegszüge sicherten ihm schließlich die Herrschaft über die reichen Provinzen in Zentraljapan und die Hauptstadt Kyoto. Auch als Modellfall für die ausgeprägte Bündnispolitik gibt Nobunaga viel her: sein Feind Tokugawa Ieyasu wurde zu seinem treuesten Verbündeten im Osten. Als Nobunaga von einem seiner Feldherrn ermordet wurde, übertrug sich dieses Bündnis auf seinen Feldherrn und Nachfolger Toyotomi Hideyoshi, der schließlich die Herrschaft über alle 66 Provinzen erlangt. Zuerst in den Vormundschaftsrat für Hideyoshis Sohn Hideyori bestimmt, drehte sich der Wind für Ieyasu wieder: als er in dem älter werdenden Prinzen eine Gefahr für die Einheit des Landes sah, belagerte er dessen Festung in Osaka. Hideyori beging Selbstmord. Weder Nobunaga noch Hideyoshi waren Shogun, Nobunaga, weil er die Interessen des Landes über die seiner Familie stellte, Hideyoshi, weil er nur niederer Abstammung war. Shogun wurde aber im Jahr 1603 Ieyasu, er war ein Nachkomme der Minamoto-Sippe, die einst den Alleinanspruch auf den Shogun-Titel besessen hatte. Er konnte das Land einen und unter seiner Herrschaft wurde Edo (das heutige Tokyo) das Regierungszentrum. Japan erlebte in der Folge 250 Jahre Einheit und Frieden unter den Tokugawa-Shogunen.
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